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| | Zu Brecht |
 | | Ich habe mit dem Werk Brechts immer meine Schwierigkeiten gehabt, und zwar wegen eines wie soll ich sagen selbstgewissen Reduktionismus, der seinen Gegenstand, wie einen Dauerlutscher, von allen Seiten her abhobelt, zuschleift, zuspitzt, bis das Gespenst eines Sinns den Mündern der Schauspieler, der die Gedichte Lesenden entschlüpft und dann, unrettbar, verschwindet. |
 | | Brechts Ledermantel z.B., diese Ikone auf den Fotos, ein absichtlich schief genähtes Kleidungsstück (damit der Kragen schön abstehen konnte!), beweist mir, daß das Äußerliche, das dem literarischen Gegenstand "Aufgesetzte", Brecht sehr wichtig gewesen ist. |
 | | Das was Brecht von den Dingen wußte, hat er ihnen in seiner Dichtung aufgezwungen, in der Ahnung, daß er es vielleicht doch nicht so ganz genau gewußt haben könnte, und daß er es den Dingen besser noch einmal und immer wieder sagen sollte, damit sie es nicht vergessen. |
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