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| | Thusnelda und Hermann, der Cherusker |
 | | In Ketten schritten seinem Triumphwagen voran Thusnelda mit ihrem dreijährigen Söhnlein und Sigismund, ihr Bruder, während Segestes, mit römischen Auszeichnungen belohnt, aber gewaltsam im Römerlande zurückgehalten, von einem Ehrenplatze auf die unglücklichen Kinder seines Volkes niederblickte. |
 | | Früher waren gewisse Gattinnen noch hochsinnig - aber heute gibt es ja auch keinen Arminius mehr und keine Römertruppen in deutschen Landen! Und nun stelle man sich doch mal den "deutschen" Segestes auf der Ehrentribüne in Rom vor: hochgeehrt, weil er sein Volk verraten hatte, aber leider ohne Reisepass, den hatte er abgeben müssen. |
 | | Dieser Vater von Sigismund, dieser Vater der "hochsinnigen" Tochter Thusnelda, dieser Großvater des dreijährigen Thumelicus, er ist nur über eines traurig: dass drei "unglückliche Kinder seines Volkes", wie er in Römerhand sind. |
| www.erziehung.uni-giessen.de /studis/Robert/thusnelda.html (278 words) |
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